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Nachhaltige Beschaffung

Bildnachweis: Thorben Wengert_pixelio

Der faire Handel gewinnt derzeit zunehmend an Bedeutung und ist dabei, sich von einem Nischenmarkt zu einem ernstzunehmenden Marktbestandteil zu entwickeln. Fairer Handel ist ein kontrollierter Handel, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte mindestens ein festgelegter Mindestpreis bezahlt wird, der über dem jeweiligen Weltmarktpreis liegt. Dies garantiert den Produzenten ein höheres und verlässlicheres Einkommen. In der Produktion sollen außerdem internationale sowie von den Organisationen vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden.


Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher legen Wert auf fair gehandelte Produkte, denn sie haben erkannt, dass nur eine Änderung ihres Markt- und Konsumverhaltens auf Dauer zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in den Ländern des Südens führen können. Der faire Handel leistet einen Beitrag gegen unmenschliche Arbeitsverhältnisse, schlimmste Formen der Kinderarbeit und sozial ungerechte Handelsbedingungen. Zum anderen kann er zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der  Produzenten und ihrer Familienangehörigen in den Ländern des Südens beitragen. Damit stellt er ein wichtiges entwicklungspolitisches Instrument dar.
Die Landesregierung unterstützt den Fairen Handel in vielerlei Hinsicht:
• Wir arbeiten eng mit verschiedenen Weltläden zusammen und unterstützen deren entwicklungspolitischen Bildungsprogramme.
• Wir unterstützen Fortbildungen für die Mitarbeiter in Weltladen.
• Wir finanzieren ein Bildungsprogramm des entwicklungspolitischen Landes-netzwerks ELAN zur nachhaltigen Beschaffung für Schülerinnen und Schüler.

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Im Zuständigkeitsbereich der Landesregierung bemühen wir uns, die Grundsätze einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung anzuwenden.
Darüber hinaus führen wir derzeit ein landesweites Schulungsprogramm für kommunale Beschafferinnen und Beschaffer zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung durch.
Ziel ist es, fair produzierte und fair gehandelte Produkte zu einem wesentlichen und selbstverständlichen Bestandteil unseres täglichen Lebens zu machen.
Wir tun das nicht nur im Interesse der Menschen in den Ländern des Südens sondern auch und vor allem in unserem eigenen Interesse. Denn ungelöste Probleme in den Ländern des Südens führen unweigerlich zu Problemen in den Ländern des Nordens, sei es im Zusammenhang mit dem Klimawandel, sei es das Problem der weiter wachsenden Flüchtlingsströme.
Nur wenn wir ein Umdenken, was den Umgang mit unserem Planeten betrifft, in Gang setzen, können wir die Zukunft aller Länder in der Einen Welt sichern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, Referat Grundsätze der Entwicklungspolitik, Cornelia Poignie, Tel.:  06131/163877, E-Mail: cornelia.poignie(at)isim.rlp.de.

 

 

Rheinland-Pfalz kauft nachhaltig ein!

Ein Schulungs- und Beratungsangebot für kommunale Beschafferinnen und Beschaffer.

Der Flyer zum Projekt kann hier abgerufen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur nachhaltigen Beschaffung finden Sie unter folgenden Links:

Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung 

Deutsches Vergabenetzwerk 

Kompass Nachhaltigkeit

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