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01.03.2016

Entwicklungspolitik

Hohe Zustimmung der EU-Bürgerinnen und -Bürger


Neuen Zahlen zufolge befürworten fast neun von zehn EU-Bürgerinnen und -Bürgern die Entwicklungshilfe (89 % – vier Prozent mehr als 2014).


Neuen Zahlen zufolge befürworten fast neun von zehn EU-Bürgerinnen und -Bürgern die Entwicklungshilfe (89 % – vier Prozent mehr als 2014). Mehr als die Hälfte von ihnen ist der Auffassung, dass die EU Hilfe in der zugesagten Höhe leisten sollte, 16 % sind sogar dafür, mehr Hilfe als angekündigt zu leisten.

Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, stellte heute die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zum Thema internationale Zusammenarbeit und entwicklungspolitische Maßnahmen der EU vor. Die Daten zeigen, dass die große Mehrheit der Europäerinnen und Europäer die internationale Zusammenarbeit und entwicklungspolitische Maßnahmen mit Vorteilen verbunden sieht. Fast drei Viertel der Befragten (73 %) halten Entwicklungshilfe für ein wirksames Instrument zur Bekämpfung der illegalen Migration und 80 % meinen, dass entwicklungspolitische Maßnahmen auch im Interesse der EU liegen.

EU-Kommissar Mimica zu den Ergebnissen der Umfrage: „Die Eurobarometer-Umfrage zeigt eindeutig, dass die EU-Bürgerinnen und -Bürger den Wert der internationalen Zusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Maßnahmen der EU kennen und schätzen. Nahezu neunzig Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, dass Hilfe für Entwicklungsländer eine wichtige Sache ist. Mehr als sieben von zehn Umfrageteilnehmern sind sich darin einig, dass die Bekämpfung von Armut in den Entwicklungsländern positive Auswirkungen auch für die EU-Bürgerinnen und -Bürger hat. Gerade in einer Zeit, in der von Europa verlangt wird, seine Relevanz für die Bürgerinnen und Bürger nachzuweisen, sollten wir deutlich auf die Ergebnisse unserer Arbeit und deren konkrete Auswirkungen vor Ort hinweisen, wir sollten zeigen, wie sie das Leben der Menschen verändert und welchen Nutzen sie für die Werte und Interessen Europas hat.“

Die Umfrage fand Ende des Jahres 2015 statt, das zum „Europäischen Jahr für Entwicklung“ erklärt worden war. Eines der Ziele des Europäischen Jahres für Entwicklung bestand darin, die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, wie die EU-Entwicklungshilfe funktioniert und wofür die Gelder ausgegeben werden. Die Umfrage zeigt, dass die Kampagne die gewünschten Ergebnisse erreicht hat: Nahezu ein Fünftel der Befragten wusste, dass 2015 das Europäische Jahr für Entwicklung war (eine Zunahme um rund 50 % gegenüber 2014).

 

Wichtigste Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zum Thema „Entwicklung“

Den Zahlen zufolge sind mehr Menschen der Auffassung, dass die Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern eine der wichtigsten Prioritäten sowohl der EU (Anstieg um fünf Prozent auf 69 %) als auch der nationalen Regierungen sein sollte (Anstieg um fünf Prozent auf 50 %). Nahezu sieben von zehn Befragten sprachen sich für eine Aufstockung der EU-Entwicklungshilfe aus (68 %) – ein höherer Prozentsatz als in den vergangenen Jahren.

Frieden und Sicherheit in den Entwicklungsländern wurden von 44 % der Befragten als wichtigste Herausforderung im Bereich Entwicklung und Zusammenarbeit genannt – ein Grund hierfür könnte sein, dass beides wichtige Faktoren für die Bekämpfung der Ursachen der irregulären Migration sind. Jeweils 34 % nannten als wichtigste Herausforderungen Gesundheitsversorgung und Bildung.

Mehr als ein Drittel der Europäerinnen und Europäer (36 %) hat von den Zielen der nachhaltigen Entwicklung gehört oder etwas darüber gelesen. In der Eurobarometer-Umfrage 2013 hatten nur knapp 22 % angegeben, bereits von den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) gehört zu haben.

 


Weitere Informationen

Die Eurobarometer-Umfrage finden Sie unter:http://ec.europa.eu/europeaid/special-eurobarometer-441-european-year-development-citizens-views-development-cooperation-and-aid_en